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Ausverkauft – und plötzlich teuer? Fairen Ticketzweitmarkt auf die Agenda setzen

In den vergangenen Wochen haben wir vermehrt über unsere Forderungen nach einem fairen Ticketzweitmarkt informiert. Nun haben wir gemeinsam mit den maßgeblichen Sportverbänden DOSB, DFL und DFB sowie dem Bundesverband der Verbraucherzentrale und der Verbraucherzentrale Bayern eine Stellungnahme herausgegeben und die Justizministerin adressiert. Gemeinsam fordern wir die Bundesregierung auf, ihre Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen und geben ihr dafür konkrete Vorschläge an die Hand.

Der Hintergrund:
Besonders in Anbetracht aktueller Events wie den Tourneen von nationalen und internationalen Topstars oder auch der anstehenden Fußball-WM hat das Thema hohe Relevanz. Denn wo die Nachfrage das Angebot übersteigt, erscheinen Eintrittskarten schon nach kurzer Zeit zu deutlich höheren Preisen auch auf dubiosen Plattformen wie Viagogo, StubHub oder Ticketbande.

Was ursprünglich als flexible Möglichkeit zur privaten Weitergabe gedacht war, hat sich gerade abseits der autorisierten Plattformen zu einem professionell organisierten, hoch kommerzialisierten und intransparenten Zweitmarkt entwickelt:

  • Rund 70 % der Weiterverkäufe passieren mit Gewinnerzielungsabsicht
  • Weiterverkäufe erfolgen mit durchschnittlich 250 % Preisaufschlag
  • Rund 30 % der Fans sind mit betrügerischen Angeboten bereits in Kontakt gekommen

Dabei ist der Zweitmarkt für Fans und Veranstaltende grundsätzlich sinnvoll und gewollt, wie über 80 % der Fans bestätigen, für die der Weiterverkauf ihrer Tickets im Verhinderungsfall sogar kaufentscheidend ist (Zahlen aus FEAT Alliance, TicketSwap und Bolster & Tixel).

Wir fordern gesetzliche Nachbesserungen – schnell und wirksam, um Fans, Veranstaltende und Künstler*innen zu schützen, unter anderem sind das:

  • weitergehende Transparenzpflichten für Online-Marktplätze, etwa verpflichtende Angaben zum Originalpreis und zu Preisaufschlägen
  • klare Informationspflichten zur Identität der Anbieter
  • ein effektives Melde- und Abhilfeverfahren bei rechtswidrigen Angeboten (notice-and-takedown)

BDKV bringt Standpunkte beim Ticketzweitmarkt in die Medien

Wir flankieren unsere politische Interessenvertretung mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit. Deshalb ist unser Anliegen für einen fairen Ticketzweitmarkt auch in der Medienlandschaft auf große Resonanz gestoßen:

Etwa bei WDR Markt (Minute 18:00 bis 26:35), bei Pro7/Sat.1 Newstime (Ausstrahlung am 15.04.), im FOCUS, oder in einem ausführlichen Interview im aktuellen Ticketing-Special der MusikWoche.

Zur Pressemitteilung vom 09.04.2026.

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