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Funkfrequenzen unter Druck: BDKV schließt neue Allianz

Wenn auf der Bühne das Mikro aussetzt oder die Kommunikation im Produktionsteam abbricht, wird sichtbar, was sonst im Hintergrund bleibt: Funkfrequenzen sind eine zentrale Voraussetzung für funktionierende Live-Veranstaltungen. Drahtlose Mikrofone, In-Ears, der Produktionsfunk und weitere drahtlose Systeme greifen auf den Frequenzbereich 470 bis 694 MHz zurück. Ohne diese geschützten „Kulturfrequenzen“ wären viele Produktionen technisch oder wirtschaftlich kaum realisierbar.

Gleichzeitig wächst der Druck auf genau dieses Spektrum. Steigende Beanspruchungen durch staatliche Anwendungen (z. B. Militär), komplexere Produktionen und zusätzliche Nutzungsansprüche durch den Mobilfunk führen schon heute zu Störungen, Überlagerungen und im Einzelfall zu Ausfällen. Besonders betroffen sind große regionale Veranstaltungen und der Open-Air-Bereich. Und nächste Eingriffe in unsere Netze werden diskutiert. Die Folgen für Veranstaltende sind Planungsunsicherheit, technische Risiken und steigende Kosten.  Weil die „Kulturfunkfrequenzen“ ein Teil unserer kulturellen und wirtschaftlichen Infrastruktur sind, wehren wir uns vehement gegen Beschneidungen unseres Netzes und fordern von der Bundesregierung einen langfristig verlässlichen Zugang und eine funktionierende Koordination zwischen den Nutzungen.

Um unseren Standpunkt hinsichtlich der Notwendigkeiten von Funkfrequenzen in der Live-Branche noch schlagkräftiger vertreten zu können, haben wir unser Netzwerk entsprechend erweitert.

Der BDKV ist jetzt Fördermitglied des APWPT (Association of Professional Wireless Production Technologies e.V.). Durch die Fördermitgliedschaft konnten wir unsere bisherige Zusammenarbeit formalisieren und die Verbände näher zusammenrücken lassen.

Dr. Jochen Zenthöfer, Vorsitzender des APWPT e.V., unterstreicht die Wichtigkeit des Zusammenschlusses:

„Wir freuen uns, den BDKV als starke Interessenvertretung der deutschen Live-Entertainment-Branche in die APWPT als Fördermitglied aufzunehmen und unsere Allianz auszubauen. Das ist gerade sehr wichtig, denn mit neuen behördlichen und gesetzlichen Regelungen drohen der Branche Verschlechterungen in der Frequenzausstattung für Funkmikrofone, In-Ear-Systeme und andere Werkzeuge. Eine solche Verschlechterung darf es nicht geben, dafür engagieren wir uns jetzt gemeinsam.“

Lesen Sie hier die ganze Pressemitteilung

In unseren Gesprächen mit der Bundesregierung, dem BMWE sowie der Bundesnetzagentur bringen wir unsere Perspektive genauso ein wie auf europäischer Ebene zusammen mit unseren Partnern sos – save our spectrum, APWPT und PEARLE* – denn Frequenznutzung endet nicht an nationalen Grenzen. Dabei werden wir jetzt um konkrete Beispiele gebeten.

Jetzt zählt die Erfahrung unserer BDKV-Mitglieder: Um unsere Interessenvertretung und politische Entscheidungsprozesse mit belastbaren Praxiserfahrungen zu stützen, brauchen wir Ihre konkreten Fälle:

Gab es bei Ihren Veranstaltungen seit vergangenem Jahr Störungen im Betrieb von Funkmikrofonen, In-Ear-Systemen oder in der internen Kommunikation Ihrer Teams über Produktionsfunk?

Dann melden Sie uns diese bitte über das Formular aus dem letzten Weekly.

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