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LIZ #51 | Aus Überzeugung für Klimaschutz: Gute Gründe für ein Kombiticket

Für 94 Prozent der befragten Veranstalter*innen ist Nachhaltigkeit ein starkes oder sehr starkes Motiv, ein ÖPNV-Kombiticket anzubieten. Das ergab die kürzlich veröffentlichte Machbarkeitsstudie „Kombiticket ohne Limit“, die wir gemeinsam mit unseren Partnerinnen von The Changency GmbH – Agentur für nachhaltigen Wandel aufgesetzt haben.

Die Zahl zeigt: In unserer Branche fehlt es nicht an der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und neue Lösungen auf den Weg zu bringen.

Ein Kombiticket macht aus einem abstrakten Ziel wie „mehr Nachhaltigkeit“ ein konkretes Angebot. Eintrittskarte und ÖPNV-Fahrschein werden miteinander verbunden und erleichtern Besucher*innen die Anreise zum Event. Das schafft einen zusätzlichen Service und setzt genau dort an, wo bei Veranstaltungen der größte Hebel für den Klimaschutz liegt, nämlich bei der Mobilität des Publikums (bis zu 90 Prozent der Veranstaltungs-Emissionen entstehen durch die An- und Abreise der Fans).

In unserem digitalen Lunch & Learn haben wir gestern gemeinsam mit Sarah Lüngen und Rosa Hoelger die Ergebnisse der Studie vorgestellt und mit über 40 Teilnehmenden diskutiert.

Die Fragen und Perspektiven aus der Runde haben deutlich gemacht, wie groß das Interesse an praxistauglichen Lösungen ist, ebenso wie der Bedarf an Austausch zwischen Veranstaltenden, Verkehrsunternehmen und Politik.

Aber zwischen Überzeugung und Umsetzung liegt noch ein gutes Stück Strecke. Bislang sind nur geschätzte 5,5 bis 12 Prozent aller Veranstaltungstickets in Deutschland zugleich Kombitickets und nur 37 Prozent der befragten Veranstaltenden setzen grundsätzlich ein Kombiticket um, auch wenn sie Interesse daran haben.

Zu den größten Hürden zählen hohe Preise, aufwendige Einzelverhandlungen mit verschiedenen Verkehrsverbünden und fehlende einheitliche Prozesse. Damit Kombitickets vom punktuellen Angebot zum Standard werden können, braucht es deshalb Lösungen, die nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig und organisatorisch umsetzbar sind.

Die Studie „Kombiticket ohne Limit“ liefert dafür erstmals belastbare Daten, beleuchtet die Interessen der beteiligten Akteur*innen und zeigt mögliche Wege für eine flächendeckendere Umsetzung.

Vielen Dank an The Changency für neue Einblicke und Daten, die uns an dieser Stelle wirklich weiterbringen!

👉 Die Kurz- und Langfassung der Studie finden Sie hier.

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