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LIZ #53 | Live-Musik in der Umlaufbahn

Ein Konzertpublikum auf dem Stuttgarter Schlossplatz und der Musiker fliegt dabei mit rund 28.000 Kilometern pro Stunde über den Atlantik? Was nach Science-Fiction klingt, wurde 2018 beim Jazz Open Air Festival in Stuttgart Wirklichkeit. Die deutsche Electro-Band Kraftwerk schaltete während ihres Konzerts live zur Internationalen Raumstation ISS. Und ganz im Sinnbild der ISS als „Mensch-Maschine“ spielte der ESA-Astronaut Alexander Gerst auf dem Tablet gemeinsam mit der Band eine besondere Version des Kraftwerk-Klassikers „Spacelab“. 250 Meilen über dem Meer. 🚀

Eine musikalische Verbindung zwischen Erde und All hat es auch zuvor schon gegeben. 2005 übertrug Paul McCartney die Songs „Good Day Sunshine“ und „English Tea“ live zur ISS und umgekehrt haben seit 1965 zahlreiche Raumfahrer*innen aus dem All für uns musiziert. So spielte die NASA-Astronautin Catherine Coleman live ein Flötenduett mit dem Flötisten Ian Anderson, sie aus dem Weltall und er von der Erde. Und der kanadische Astronaut Chris Hadfield nahm auf der ISS sogar ein ganzes Album auf. 🎶

Das Geschenk der Musik wird deutlich, wenn sie es ist, die den Menschen an extremen Orten, in Einsamkeit und Heimweh neue Kraft gibt. Wenn Musik über größte Entfernung hinweg Gemeinschaft stiftet und selbst die Raumstation ein kleines Stück mehr zum Zuhause macht.

🌍 Live-Musik verbindet eben nicht nur Menschen, Städte und Länder. Manchmal überwindet sie sogar planetare Grenzen.

📚Quellen:
Visions.de, SPIEGEL.de, BR-Klassik.de

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