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Neue Studie des Bündnisses „Gemeinsam gegen Sexismus“: Konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Live-Branche

Das Thema ist nach wie vor aktuell: Erst kürzlich hat die MusikWoche beim Roundtable „Macht. Musik.“ Vertreter*innen der Musikwirtschaft zusammengebracht, um über Machtstrukturen, Abhängigkeiten und Machtmissbrauch in der Branche zu diskutieren. Gleichzeitig hat das EAF Berlin. Diversity in Leadership mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine aktuelle Studie veröffentlicht.

Auch wir möchten diesen Diskurs für unseren Bereich weiterführen. Denn in der gesamten Wirtschaft braucht es Strukturen, die Sexismus vorbeugen und Betroffenen im Ernstfall verlässlich zur Seite stehen.

„So etwas gibt es bei uns nicht.“
Diese Annahme hält sich in vielen Betrieben und entspricht auch einem wertegetragenen Selbstverständnis. Neue Daten unseres Kompetenzpartners, des Bündnisses „Gemeinsam gegen Sexismus“, zeigen jedoch, dass Sexismus am Arbeitsplatz weit verbreitet ist. 63 Prozent der Berufstätigen erleben im Laufe ihres Erwerbslebens Sexismus am Arbeitsplatz. Vorfälle werden allerdings häufig nicht gemeldet.

Nur sieben Prozent wenden sich an ihre Führungskraft, lediglich zwei Prozent an interne Anlaufstellen wie AGG-Beschwerdestellen, Betriebsräte oder Gleichstellungsbeauftragte. Viele Betroffene bewältigen die emotionalen und psychischen Folgen zumeist allein oder im privaten Umfeld.

Wir halten die Studie, die Sie hier einsehen können, für repräsentativ und sehr abgewogen. Für uns und für Sie haben wir die fünf wichtigsten Handlungsempfehlungen, die das Bündnis aus seiner Studie ableitet, zusammengetragen:

Speak-up-Kultur fördern:
Mitarbeitende sollten sensibilisiert und darin gestärkt werden, Sexismus zu erkennen, anzusprechen und Betroffene aktiv zu unterstützen. Wie Sie bei Sexismus und Diskriminierung am Arbeitsplatz wirksam eingreifen können, thematisiert das Bündnis im Impulse Lab „’Active Bystanding‘ am Arbeitsplatz“. Auch BDKV-Mitglieder sind zum Online-Call am 16.09. herzlich eingeladen: Zur Anmeldung

Führungskräfte qualifizieren:
Gerade Führungskräften ist mit klaren Leitfäden und Schulungen geholfen, um bei sexistischen Vorfällen sicher und angemessen zu handeln. Beides bietet unsere Themis Vertrauensstelle an, auch zu Ihren Arbeitgeberpflichten aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

 

Verbindliche Regeln schaffen:
Betriebliche Leitlinien können Sexismus und Diskriminierung benennen und Handlungsempfehlungen daran knüpfen. Für die Erarbeitung solcher Leitlinien empfehlen wir das Workshopangebot von Act Aware.

 

Beschwerdestellen stärken:
Gesetzlich vorgeschriebene Beschwerdestellen müssen bekannt, niedrigschwellig erreichbar sein und als unabhängig wahrgenommen werden. Ergänzende, vertrauliche Beratungsangebote können außerdem helfen, auch vermeintlich „kleinere“ Vorfälle von Alltagssexismus zu bewältigen. Ein solches Angebot bietet kostenfrei und anonym die Themis Vertrauensstelle; Ihren Teams können Sie das z. B. durch den Aushang unseres Plakats bekannt machen:

Dranbleiben, auch ohne konkreten Anlass:
Nachhaltiger Wandel gelingt durch eine klare Haltung, kontinuierliche Kommunikation und feste Verantwortlichkeiten.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Website.

Zur Studie

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